Die Unabhängigen Bürger wollen das von Kunstmäzen Werner Wild gestiftete und derzeit probeweise in Brötzingen aufgestellte Tassotti-Kunstwerk für die Stadt Pforzheim erhalten.

In einem Schreiben an die Oberbürgermeisterin fordert Stadtrat Dr. Grimmer Frau Augenstein auf, sich dafür einzusetzen, dass dieses Kunstwerk in Brötzingen verbleiben kann. In seiner gegenständlichen Gestaltung passe es genau in diese historisch-gemütliche Umgebung und bilde überdies einen hervorragenden Bezug zu dem dort ausgestellten Original-Frahrzeug.

Nach Auffassung der Unabhängigen Bürger stehe das Denkmal in keiner Weise in Konkurrenz zu dem Werk auf dem Waisenhausplatz. Sie werten es als großen Schaden für die Stadt Pforzheim, wenn diese das einmalige Ereignis jener Fahrt nicht exklusiv für sich verwerten könnte, sondern wenn das Denkmal im Umkreis von Pforzheim, auf einem Punkt der Streckenführung, aufgestellt würde.

In diesem Zusammenhang kritisiert Dr. Grimmer den Kulturausschuss und die zuständige Verwaltung, dass sie die diese hohe Bedeutung für Pforzheim nicht erkannt und den Verbleib des Werkes für Pforzheim leichtfertig aufs Spiel gesetzt hatten. In der üblichen arroganten Weise habe man dort eine Kunstzensur vorgenommen und außer acht gelassen, dass es sich hierbei vorrangig um ein Denkmal und nicht um ein allgemeines Kunstwerk handele.

Er lobt ausdrücklich das Amt für öffentliche Ordnung, das in diesem Falle anstelle einer sturen Paragrafenreiterei – wie neuerdings auch im Baudezernat gängig – eine flexible und realitätsnahe Vorgehensweise gewählt habe und hofft, dass die Probeaufstellung das Tassotti-Denkmal in letzter Minute für Pforzheim gerettet hat