tk. Mit Unverständnis reagieren die Unabhängigen Bürger (UB) auf die von Gerhard Hager (Freie Wähler) geäußerten Vorwürfe hinsichtlich des Auftrittes von Dr. Gabriele Pauli am kommenden Montag im Pforzheimer CongressCentrum. Es sei nie die Absicht gewesen, so die beiden Vorsitzenden und Stadträte Dr. Bernd Grimmer und Bernd Zilly, Frau Pauli in die Nähe der örtlichen Freien Wähler zu bringen.

„Frau Pauli kandidiert innerhalb des Europawahlkampfs für die hierzu gegründete Europagruppe der Freien Wähler, welcher der Bundesverband der freien Wähler hierzu die Namensrechte und die
Rechte am Logo gestattet hatten. Es sei bekannt, dass sich die baden-württembergischen Freien Wähler dieser nicht angeschlossen haben. Die Unabhängigen Bürger gehören aber nicht zum Landesverband und seien insoweit nicht gebunden. Demzufolge besteht keinerlei Affinität", erklären die beiden Vorsitzenden.

Auch sei die endgültige Entscheidung erst am Samstag gefallen, wo Dr. Bernd Grimmer auf einer Klausurtagung der Europagruppe in Bonn teilnahm. Am Montag habe er dann umgehend die Fraktion informiert, wo Dr. Hager allerdings nicht anwesend war. Im Übrigen, so Dr. Grimmer, sehe er auch keine Veranlassung, die geplanten Wahlveranstaltungen der Unabhängigen Bürger von konkurrierenden Gruppierungen genehmigen zu lassen.

Die UB sind sich, wie Bernd Zilly weiter ausführt, durchaus bewusst, dass die Spitzenkandidatin der FW in einigen Punkten umstrittene Ansichten geäußert habe und deshalb in bestimmten Kreisen in der Kritik stehe. Frau Dr. Pauli sei aber eine unbestritten sehr kompetente und erfolgreiche frühere Landrätin, die nicht nur einen längst überfälligen personellen Wechsel innerhalb der CSU angestoßen, sondern auch die Akzeptanz der Frauen in der Politik insgesamt bewusster gemacht habe.Mit dem, was Dr. Hager als „Fehlschuss" kommentiere, sei es UB als bislang einzige politische Gruppierung gelungen, eine bundesweit bekannte Persönlichkeit im Rahmen des hiesigen Kommunalwahlkampfes in die Goldstadt zu bekommen. Dies sei auch für Pforzheim von Nutzen, weil Dr. Gabriele Pauli ihren Hauptauftritt für Baden-Württemberg im Pforzheimer CongessCentrum absolviere und damit landesweit das Medieninteresse auf Pforzheim lenke. Vor der Veranstaltung finde in Stuttgart eine Landespressekonferenz statt.