Die Unabhängigen Bürger (UB) wollen sich, auch im Hinblick auf die neue Legislaturperiode nach der Wahl des neuen Gemeinderats, im Rahmen der Förderung des Ehrenamtes für die Schaffung einer „Servicestelle Ehrenamt“ einsetzen. In seinen Gesprächen mit den Sportvereinen stellt Stadtrat Thomas Goßweiler immer wieder fest, dass ehrenamtlich tätige Menschen durch einen für sie undurchsichtigen Bürokratie-Dschungel die Lust an ihrer Tätigkeit verlieren.Gerade deshalb, so Goßweiler, sei es für Vereine zunehmend schwer Mitglieder zu finden, die bereit sind Aufgaben im Vorstand zu übernehmen. Diese Beobachtung kann Nicole Gaidetzka, derzeit die Vertretung der UB im Jugendhilfeausschuss, nur bestätigen. Gerade bei einer Neugründung müsse man sich durch ein Wirrwarr an Zuständigkeiten, Voraussetzungen und Begrifflichkeiten arbeiten, etwa dem Unterschied zwischen der Eintragung eines Vereins und der Erlangung der Gemeinnützigkeit.

Seit der Reform des Notaramtswesen Anfang 2018 sei es zudem noch schwieriger geworden für Eintragungen oder Veränderungen im Vereinsregister zeitnah einen Notar zu finden, auch hier so Nicole Gaidetzka, hätte die Stadt durch den Ratsschreiber Möglichkeiten unterstützend zu wirken. Die angedachte Servicestelle soll daher Anlauf- und Anleitungspunkt sein um Ehrenamtlichen den Weg durch die jeweils zuständigen Behörden aufzuzeigen. In Bereichen, für welche die Stadt selbst zuständig ist, etwa bei der Genehmigung von Veranstaltungen, könnten durch diese zentrale Stelle alle nötigen Anträge angenommen und folglich an die richtigen Ämter weitergeleitet werden. Man gehe dabei nicht von hohen Kosten für die Stadt aus, da aus Sicht von Thomas Goßweiler und Nicole Gaidetzka entweder Sprechzeiten nach Vereinbarung oder feste Termine in regelmäßigen Abständen  ausreichen würden und somit nur ein begrenztes Zeitfenster nötig wäre. Wichtig hier sei jedoch darauf zu achten, daß Zeiten so gelegt werden um Beruf und bürgerschaftliches Engagement für Jeden vereinbaren zu können. Unterstützung  von Vereinen und anderen Institutionen die auf Ehrenämter angewiesen sind, so der Tenor, darf nicht nur eine Sache etwaiger finanzieller Zuschüsse, sondern muss auch eine Frage der handfesten und praktischen Hilfestellung sein!