Am Montag, 19. Februar 2018 trafen sich die Unabhängigen Bürger zu ihrem re-gelmäßigen Beirat mit Bürgerbeteiligung in Ketterers Braustüble.
Frau Bürgermeisterin Schüssler, Frau Drescher und Herrn Baral blickten in ihrer Prä-sentation zurück auf das Jubiläumsjahr 2017 und stellten ihr Konzept für eine im 5-Jährigen Turnus stattfindende Ornamenta vor, die Design und Innovation vereinigen soll. Sowohl Ornamenta als auch die Bewerbung zur Kulturhauptstadt wären zu-kunftsweisende Projekte um die Stadt für ihre Bürger, aber auch für die Wirtschaft und Firmen attraktiv zu machen und Fachkräfte zu gewinnen. Das erfreuliche Engage-ment von Spendern in diesem Bereich zielt auch darauf hin, den Fachkräftemangel zu beseitigen. Dies kann jedoch nach Ansicht der Unabhängigen Bürger nur gelin-gen, wenn zuvor genug Wohnraum, Hort- und Kitaplätze zur Verfügung stehen und ausreichend Raum für Sport- und Freizeitaktivitäten zur Verfügung gestellt werden können.
Beim Thema Infrastruktur bewegte die Anwesenden das von der Verwaltung vorge-stellte Bäderkonzept. Die Unabhängigen Bürger bestehen nach wie vor auf dem Erhalt der Wasserfläche, die für eine Stadt der Größe Pforzheims dringend notwen-dig ist. Nur so kann sichergestellt sein, dass genug Wasserfläche für Schulen und Vereine, aber auch für die schon jetzt zu kurz kommenden Freizeitsportler und Ge-sundheitsprogramme zur Verfügung steht.
Von höchster Wichtigkeit ist den Unabhängigen Bürgern der Neubau eines Bades in der Innenstadt und in Huchenfeld. Genauso muss das beliebte Wartbergbad mit seinem Sprungturm und 50 m Becken in seiner heutigen Form erhalten bleiben. Mit dem Bau eines Kombibads wäre das bisherige Freibad eingeschränkt. Weiterhin müssen die Bäder in Eutingen und Dillweißenstein so lange wie möglich erhalten bleiben. Aus diesem Grund haben die Unabhängigen Bürger im Ortschaftsrat Eu-tingen den Antrag gestellt, Sanierungsgelder für das Eutinger Bad zurückzustellen.
Es steht außer Frage, dass neben dem Zuschuss durch die Stadtwerke ein erhebli-cher Städtischer Zuschuss nötig sein wird. Die Unabhängigen Bürger werden da-rauf bestehen, dass Gelder in ausreichender Höhe bereitgestellt werden.
Des Weiteren bemängelten die Unabhängigen Bürger die Grenzen des geplanten Sanierungsgebiets Nordstadt. Westlich der Grenze befinden sich alte Häuser ohne Zentralheizung, die dringend an das Fernwärmenetz oder Gasversorgung ange-schlossen werden müssen. Die Anwesenden zeigten sich sehr enttäuscht darüber, dass die Stadtverwaltung auf diese Wünsche nicht eingeht, zumal der Antrag für das Sanierungsgebiet von den Unabhängigen Bürgern gestellt worden war.
Diskutiert wurden auch die Pläne, den ZOB Süd auf das Gelände „Neue Weiche" zu verlegen. Es muss geprüft werden, ob sich der ZOB effektiver nutzen lässt. Mit seinen für eine Fläche von über 7.000m2 relativ wenigen Bussteigen, wird der ZOB nämlich bei weitem nicht ausreichend genutzt. Um alle Reise-und Fernbusse auf-zunehmen, könnte eine kostengünstige Ergänzung auf der „Neuen Weiche" umge-setzt werden. Außerdem weisen die Unabhängigen Bürger darauf hin, dass im Be-reich des ehemaligen ZOB Süd für eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen ge-sorgt werden muss.