Am vergangenen Dienstag trafen sich die Unabhängigen Bürger für Pforzheim zu Ihrem regelmäßigen Beirat mit Bürgerbeteiligung um im Vorfeld der anstehenden Gemeinderatssitzung wichtige Themen zu beraten. Ein zentraler Punkt war hier die bevorstehende Errichtung dreier Sammelunterkünfte für Asylbewerber. Kritisch wurde angemerkt, dass über die Standorte in Dreierpaketen und nicht wie ursprünglich einzeln abgestimmt werden soll. Dies erschwere eine kritische Diskussion deutlich. Auch ist es nicht hinnehmbar, dass als Gegenfinanzierung bereits geplante Projekte, u.a. die Sanierung der Enzstraße in Eutingen beschnitten werden sollen.


Des Weiteren wurde das Für und Wider des zu schaffenden Radwegenetzes an der „Westlichen- und Östlichen Karl-Friedrich-Straße" erörtert. Mit etwa 3,5 Millionen Euro handelt es sich hierbei um eine sehr kostenintensive Maßnahme, die sich, so wünschenswert mehr Radwege und die Förderung von umweltfreundlichem Verkehr sind, die Stadt Pforzheim zu diesem Zeitpunkt nicht leisten kann.
Auch das Projekt eines Sanierungsgebietes „Innenstadt-Ost" stand auf der Tagesordnung.
Im Grunde genommen ist dies zu begrüßen, da dies einen Zuschuss von bis zu 30% der förderfähigen Kosten in einem problembehafteten Stadtteil bedeutet. Jedoch drücken die Unabhängigen Bürger nochmals Bedenken über die eventuell geplanten Maßnahmen aus.
So seien weder die Schließung des Schlossbergs mit dort vorgesehener hochwertiger Wohnbebauung, noch der Bau eines in die Zerrenerstraße hineinragenden Gebäudes zur Verengung des westlichen Stadt-Boulevards bei der Stadtbibliothek gewünscht.
Ein Neubau des Technischen Rathauses integriert in ein weiteres Einkaufszentrum lehnen die Unabhängigen Bürger strikt ab. Man hofft dass die Mittel wichtigeren Maßnahmen zugeführt werden können.
Eine Schaffung von vier Stellen für die Schulsozialarbeit an beruflichen Schulen und allgemeinbildenden Gymnasien sind nach Meinung der Unabhängigen Bürger sehr zu begrüßen. Es handelt sich hierbei um eine notwendige Maßnahme, die trotz klammer Kassen entgegen der Verwaltungsmeinung getroffen werden sollte.