Am Montag, den 24. Februar 2014 besichtigten die Stadträte Braun, Bruch, Schwarz, Sinzenich und Zilly der Fraktionsgemeinschaft aus Freien Wählern, Unabhängigen Bürgern, LBBH die Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Pforzheim. Dort führte sie der neue Feuerwehrkommandant Fischer durch die Räumlichkeiten und erläuterte ihnen die derzeitige Lage und Problematik.
Auf dem Gelände der Hauptfeuerwache herrscht akuter Platzmangel; Fahrzeuge müssen teilweise rein aus Platzgründen an Standorte der freiwilligen Feuerwehr ausgelagert werden. Trotzdem stehen die in der Hauptfeuerwache untergebrachten Einsatzfahrzeuge viel zu beengt und es fehlen Büroflächen. Dies ist zum Teil mit der Übernahme von weiteren Fachgebieten wie dem Katastrophenschutz zu begründen. Eine Abgas-Absauganlage ist derzeit nicht vorhanden.


In einem Rundgang durch das Gebäude konnte sich die Fraktionsgemeinschaft davon überzeugen, dass auch die Aufenthalts- und Schlafräumlichkeiten für heutige Standards einer rund um die Uhr tätigen Berufsfeuerwehr unzureichend sind. Kommandant Fischer betonte, dass gerade die Zusammenarbeit in der Hauptfeuerwache mit der freiwilligen Feuerwehr Brötzingen-Weststadt hervorragend funktioniert. Er erklärte auch, dass ohne eine funktionierende freiwillige Feuerwehr kein ausreichender rund um die Uhr Schutz der Bevölkerung in Pforzheim garantiert werden könne.
Um die Feuerwache auf den gewünschten Standard zu bringen, müsse die Fläche des Geländes von derzeit 6.000 m2 auf die für eine Stadt der Größe Pforzheims üblichen 10.000 m2 ausgedehnt werden, schätzt Kommandant Fischer. Dies ist nach Auffassung der Fraktionsgemeinschaft am jetzigen Standort durchaus realisierbar. So würde sich auf der östlichen Seite eine kleine Teilbebauung des Messplatzes und auf der  westlichen Seite eine Bebauung hin zur Enz anbieten.
Ausführlich wurde über die Zukunft des Feuerwehrgebäudes gesprochen. Hier zeigte sich Feuerwehrkommandant Fischer für die Entwicklung eines Sanierungs-/Neubaukonzeptes durchaus ergebnisoffen. Die Fraktionsgemeinschaft und Feuerwehrkommandant Fischer diskutierten über einzelne Möglichkeiten, wie etwa eine Aufstockung des vorhandenen Gebäudes. Doch vor jeglicher Planung müssten einige Dinge beachtet werden. So muss unabhängig vom Standort zuerst eine Funktionsanalyse des Betriebsablaufes durchgeführt werden. Diese legt eine optimale Lage der einzelnen diversen Räumlichkeiten fest. Um ein effizient funktionierendes Gebäude zu definieren, sollte im Vorfeld ein auf Feuerwehrgebäude spezialisierter Fachplaner hinzugezogen werden. Im Rahmen einer Klausurtagung besuchte die Fraktionsgemeinschaft Mitte Oktober 2013 die Berufsfeuerwehr Freiburg. Dort kam man zur Erkenntnis, dass das frühzeitige Einbeziehen eines Fachplaners als Berater des Kommandanten der Berufsfeuerwehr zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.
Die Fraktionsgemeinschaft hält nach dieser Besichtigung weiter an dem Standort der Hauptfeuerwache an der Habermehlstraße fest. Eine Neubaudiskussion in einer Größenordnung von rund 30 Mio. Euro sollte schnellstmöglich vom Tisch. Die Stadträte sind jedoch der Auffassung, dass eine Generalsanierung in den kommenden Jahren ins Auge gefasst werden muss. Um einen baldigen Beginn der Planungen zu ermöglichen, müssen dafür Gelder für Fachplanungskosten im kommenden Haushalt 2015 eingeplant werden. Hierzu wird die Fraktionsgemeinschaft einen entsprechenden Antrag bei der Stadtverwaltung stellen.