tk. Als unangebracht und falsch erachten die Unabhängigen Bürger die Äußerungen von SPD-Politiker Ralf Fuhrmann im Zusammenhang mit der ablehnenden Haltung gegenüber dem SPD-Kandidaten Uwe Winkler. Dieser hatte Freien Wählern und Unabhängigern Bürgern unter anderem vorgeworfen, „ihre parteipolitische Unschuld verloren und sich instrumentalisieren zu lassen haben". Dies weisen die beiden UB-Stadträte Tobias Krammerbauer und Bernd Zilly entschieden zurück. „Wir sind und bleiben unabhängig. Nicht nur innerhalb der Fraktionsgemeinschaft, in der wir eigenständig agieren können und an keinerlei Fraktionsdisziplin gebunden sind. Vielmehr haben wir in erster Linie das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Blick und entscheiden in deren Sinne", so die beiden Stadträte unisono.

Die dünnhäutige Reaktion des SPD-Führungspersonals zeige vielmehr, so die UB-Stadträte, dass man trotz des Ausgangs der Bürgermeisterwahl nichts gelernt habe. Die SPD-Fraktion sollte sich vielleicht eher an die eigene Nase fassen und darüber nachdenken, wieso ihr favorisierter Kandidat offensichtlich von der Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt wurde. Es wäre sicher klüger gewesen, nach den Kommunalwahlen dieses Jahres - und den veränderten Realitäten mit insgesamt neun Gruppierungen - die Fraktionsgemeinschaft mit sieben Sitzen und insgesamt mehr Stimmen als die Sozialdemokraten als einen Partner auf Augehöhe anzuerkennen und diesem Gespräche über die Neubesetzung des Dezernats III anzubieten. Stattdessen - und vermutlich im Hochgefühl des Triumphes bei den Oberbürgermeisterwahlen - bestand man darauf, einen Kandidaten durchzubringen, der letztlich gerade einmal eine Fraktion von knapp 20 Prozent des Gemeinderates hinter sich vereinigen konnte. Dafür aber war und ist der Bereich des Dezernats III mit Bereichen wie Bildung und Soziales nach Ansicht von UB viel zu wichtig für die Zukunft der Stadt Pforzheim, als dass eine Minderheit ihren persönlichen Favoriten entgegen aller Bedenken der anderen Fraktionen durchsetzen sollte.