In ihrer monatlich stattfindenden Beiratssitzung sprachen sich die Unabhängigen Bürger (UB) für ein erweitertes Parkkonzept an Samstagen in der Pforzheimer Innenstadt aus. Die von der Verwaltung dazu vorgelegte und schon in zwei Ausschüssen diskutierte Vorlage sei aus Sicht von UB zwar ein Schritt in die richtige Richtung, gehe aber nicht weit genug. Vielmehr, so etwa Stadtrat Tobias Krammerbauer, entstehe der Eindruck, mit der Beschränkung auf die Parkhäuser falle der Startschuss zur Entwicklung einer attraktiveren Innenstadt mit angezogener Handbremse. Zudem reiche es nicht aus, den Kern Pforzheims nur mit dem Angebot des kostenlosen Parkens wieder anziehender zu machen. Vielmehr bedürfe es vor allem des Ausbaus eines kulturellen und gastronomischen Angebots.

Grundsätzlich seien die Überlegungen aber richtig, durch ein attraktives Parkkonzept die Kunden wieder zurück in die Innenstadt zu holen und den Einzelhandel in der City zu stärken, waren sich die Mitglieder und Gäste von UB einig. Allerdings sei es aus Marketingsgesichtspunkten den Kunden deutlich transparenter zu gestalten. UB fordert deshalb ein stringentes Parkkonzept. Der Vorschlag lautet, das zweistündige freie Parken auf die von der Stadt Pforzheim bewirtschafteten Parkflächen in der Innenstadt mit Parkscheibe zu erweitern. Der bisherige Vorschlag erscheint UB nach außen nur schwer vermittelbar und nicht gerade als Signal für Einwohner beispielsweise aus dem westlichen Enzkreis geeignet, statt nach Karlsruhe künftig lieber nach Pforzheim zum Einkaufen zu fahren. Zugleich aber auch werden all jene potentiellen Besucher benachteiligt, die das Parken unter freiem Himmel – aus verschiedenen Gründen - demjenigen innerhalb eines Parkhauses vorziehen.

Dieser Gedanken sollte nach Auffassung von UB schnellstmöglich und bereits vor dem Weihnachtsgeschäft umgesetzt werden.